𝗩𝘁𝗼𝗿𝘁đ—Č đ˜€đ˜đ—żđ˜‚đ—žđ˜đ˜‚đ—żđ—¶đ—Č𝗿𝘁 đ—¶đ—»đ˜€ đ—đ—źđ—”đ—ż – Leitfaden zur Perfektion von Methodik und Didaktik

Hattest du schon mal den Wunsch mehr Struktur in deine Trainings zu bringen? Der Wunsch “strukturierter sein” verliert sich oft als gute Absicht im Alltagstrubel. Eine fehlende Struktur bringt Chaos und wachsende Unzufriedenheit ins Training. Durch eine gute Struktur bin ich entspannter, motivierter und klarer in meinen Themen. Die Kunst des Trainings liegt nicht nur in der Vermittlung von Wissen, sondern auch in der stĂ€ndigen Weiterentwicklung von Methodik und Didaktik. Eine klare Struktur ist dabei der Wegweiser zu einem erfolgreichen Training.

Nachfolgend ein Leitfaden mit detaillierten Anweisungen, um als Trainer nicht nur zu unterrichten, sondern Meisterschaft in die Struktur deiner Trainingsmethoden zu bringen.

Schritt 1: Definiere klare Trainingsziele fĂŒr das Jahr

Definiere nicht nur oberflĂ€chliche Ziele, sondern setze klare Trainingsziele in den wichtigsten didaktischen Bereichen. Lege eine umfassende Übersicht fĂŒr das Jahr an, die als Leitfaden fĂŒr deine langfristigen Trainingsvorhaben dient. Kategorien könnten beispielsweise Trainingsziele fĂŒr verschiedene Fachgebiete, Lernmethoden oder Soft Skills umfassen.

  1. SchlĂŒsselbereiche identifizieren: Durchleuchte deine Trainingsziele und identifiziere SchlĂŒsselbereiche, sei es fachspezifisches Wissen, Soft Skills oder spezifische Themengebiete.
  2. SMARTe Ziele setzen: Formuliere deine Ziele spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden. Dies schafft nicht nur Klarheit, sondern erleichtert auch die spÀtere Evaluierung.
  3. Erstelle eine JahresĂŒbersicht: Visualisiere deine Trainingsziele fĂŒr das ganze Jahr. Diese Übersicht dient als Grundlage fĂŒr eine strukturierte langfristige Planung.

Schritt 2: Nutze OKRs fĂŒr klare Ziele im nĂ€chsten Trainingsquartal

Verfeinere deine ĂŒbergeordneten Ziele, indem du sie auf das nĂ€chste Quartal herunterbrichst. Fokussiere dich dabei auf die 3-4 wichtigsten didaktischen Themen. Objectives and Key Results (OKRs) sind eine bewĂ€hrte Methode, um qualitative und quantitative Ziele zu setzen, die nicht nur motivieren, sondern auch messbar sind. Dies hilft nicht nur dir selbst, sondern auch deinen Trainees, den Fortschritt zu erkennen.

  1. Bewerte ĂŒbergeordnete Ziele: Reflektiere deine Jahresziele und wĂ€hle die 3-4 wichtigsten didaktischen Themen aus.
  2. Setze klare Objectives: Definiere inspirierende Ziele, die einen messbaren Einfluss auf das Verhalten der Teilnehmer haben.
  3. Definiere Key Results: Formuliere messbare Ergebnisse, die den Fortschritt deiner Objectives konkret abbilden. Dies hilft, den Erfolg objektiv zu quantifizieren.

Schritt 3: Plane deine Trainingswoche gemĂ€ĂŸ den ĂŒbergeordneten Zielen

Nimm dir Zeit, deine Trainingswoche im Voraus zu planen. Reserviere gezielt Zeitfenster fĂŒr die wichtigsten didaktischen Themen. Dabei ist es wichtig, nicht nur den reinen Inhalt zu berĂŒcksichtigen, sondern auch die unterschiedlichen Lernmethoden und -phasen. Dies fördert ein ausgewogenes und effektives Training.

  1. Schwerpunkte identifizieren: Analysiere die ĂŒbergeordneten Ziele und wĂ€hle passende didaktische Themen fĂŒr jede Woche aus. BerĂŒcksichtige dabei unterschiedliche Lernmethoden und -phasen.
  2. Zeitfenster reservieren: Setze bewusst Zeitfenster fĂŒr jedes didaktische Thema. Dies fördert nicht nur eine strukturierte Planung, sondern auch FlexibilitĂ€t.
  3. Gruppendynamik berĂŒcksichtigen: Deine Planung sollte nicht nur auf den Inhalten basieren, sondern auch auf der Gruppendynamik. Integriere verschiedene Lernphasen und -methoden, um eine ausgewogene Lernumgebung zu schaffen.

Schritt 4: Definiere tÀgliche didaktische Ziele am Vorabend

Strukturiere jeden Abend im Vorfeld deine nĂ€chsten Trainingstage. Gliedere die Inhalte stundenweise und plane bewusst die didaktischen Methoden, die du einsetzen möchtest. Diese Vorbereitung ermöglicht es dir, flexibel auf die BedĂŒrfnisse der Gruppe einzugehen und schont zudem deine eigene Energie, da du am Morgen bereits klare Entscheidungen getroffen hast.

  1. Strukturiere deine Trainingstage: Gliedere den Tag in Stundenabschnitte und plane didaktische Methoden, Interaktionen und Pausen bewusst ein.
  2. Individuelle BedĂŒrfnisse beachten: Wenn möglich, individualisiere deine Planung entsprechend den BedĂŒrfnissen der Teilnehmer. Dies fördert eine effiziente Lernumgebung und stĂ€rkt die Teilnehmerbindung.
  3. Visualisiere den Ablauf: Nutze visuelle Hilfsmittel wie Mindmaps oder ZeitplĂ€ne, um den Ablauf des nĂ€chsten Trainingstages zu visualisieren. Dies erleichtert nicht nur die Umsetzung, sondern steigert auch die Transparenz fĂŒr die Teilnehmer.

Schritt 5: Nutze ein digitales Wissensmanagement fĂŒr Ideen und Erkenntnisse

Schaffe einen strukturierten digitalen Ort, um Ideen, Erkenntnisse und erfolgreiche Methoden zu speichern. Dieser Wissenspool ermöglicht es dir, auf bewĂ€hrte Konzepte zurĂŒckzugreifen, neue Ideen zu entwickeln und ein kontinuierliches Lernen zu fördern. Kategorisiere deine Inhalte, damit du schnell und gezielt auf sie zugreifen kannst.

  1. WĂ€hle das geeignete Tool: Entscheide dich fĂŒr ein digitales Tool, sei es eine Plattform fĂŒr Notizen, Dokumente oder Brainstorming. WĂ€hle ein Tool, das deinen Anforderungen am besten entspricht.
  2. Inhalte strukturieren: Kategorisiere und strukturiere deine gespeicherten Inhalte, um einen ĂŒbersichtlichen Wissenspool zu schaffen. Dies erleichtert das schnelle Auffinden und die gezielte Nutzung.

Zusatztipp: Setze jeden Monat einen Schwerpunkt fĂŒr deine Methodik und Didaktik

Setze dir selbst den Anspruch, jeden Monat einen spezifischen Aspekt deiner Methodik oder Didaktik zu verbessern. Dies könnte die Anwendung neuer Lehrmethoden, die Integration von interaktiven Elementen oder die Optimierung der Gruppendynamik sein. Ein klarer Fokus schafft nicht nur Struktur, sondern fördert auch kontinuierliche Verbesserung.

  1. Reflektiere kontinuierlich: Am Anfang jedes Monats setzt du einen klaren Fokuspunkt fĂŒr Verbesserungen. Dies könnte die Integration neuer Lehrmethoden, die Anpassung an spezielle Anforderungen oder die StĂ€rkung der Gruppendynamik sein.
  2. Evaluiere am Monatsende: Schließe den Monat mit einer grĂŒndlichen Evaluation ab. Reflektiere, was gut gelaufen ist, und identifiziere Bereiche, die noch verbessert werden können. Dieser kontinuierliche Verbesserungsprozess bildet das Fundament fĂŒr eine herausragende Methodik und Didaktik.

Gemeinsam können wir als Trainer dem Chaos trotzen und mit Struktur und Klarheit zu erfolgreichen Schulungen kommen!

Mehr Infos und Tipps erhÀlst Du in unserer Fachtrainer-Ausbildung!

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ChatGPT-Tipps fĂŒr Fachtrainer*innen in der Industrie

ChatGPT ist ein intelligenter Chatbot, der bekannt ist fĂŒr seine beeindruckende KI. Wir können ChatGPT nutzen, um in natĂŒrlicher Sprache zu kommunizieren und komplexe Aufgaben mĂŒhelos zu bewĂ€ltigen. Egal ob wir Schulungstexte umschreiben, bestimmte Themen erklĂ€ren, Zusammenfassungen erstellen oder Texte verfassen möchten – ChatGPT bietet uns vielseitige Möglichkeiten.

Tipps, um ChatGPT effektiv einzusetzen:

  1. Deutschsprachig: ChatGPT versteht Deutsch, obwohl die MenĂŒs auf Englisch sind. Wir können unsere Fragen und Aufgaben einfach auf Deutsch stellen und erhalten eine deutsche Antwort.
  2. KontextverstĂ€ndnis: ChatGPT erkennt den Kontext einer Konversation. Wenn wir beispielsweise eine Zusammenfassung anfordern und sie uns immer noch zu lang erscheint, können wir einfach “KĂŒrze sie bitte weiter” eingeben – ChatGPT versteht unsere Anweisung.
  3. Textumschreibungen, Zusammenfassungen und KĂŒrzungen: Wir können ChatGPT eine Frage stellen und einen Text hinzufĂŒgen, mit dem er arbeiten kann. Zum Beispiel könnten wir sagen: “Bitte schreibe eine anschauliche Version des folgenden Textes:” und den entsprechenden Text einfĂŒgen.
  4. Anpassung an verschiedene Schreibstile: ChatGPT beherrscht verschiedene Schreibstile. Wir können ihn beispielsweise bitten, in einem Stil zu antworten, der typisch fĂŒr unsere Branche ist, sei es formell oder informell.

Clevere Tipps, um das Beste aus ChatGPT herauszuholen:

  1. Individuelle Persönlichkeit: Wir können ChatGPT eine bestimmte Persönlichkeit geben, die zu unseren Anforderungen als Fachtrainer*in passt. Wir können ihm beispielsweise die Rolle eines erfahrenen Industrieexperten bzw. einer erfahrenen Industrieexpertin zuweisen, um prÀzise und fundierte Antworten zu erhalten.
  2. Anpassung des Schreibstils: Wir können ChatGPT bitten, in einem bestimmten Schreibstil zu antworten, der typisch fĂŒr unsere Branche ist. Ob formell oder informell – ChatGPT kann unseren Anforderungen entsprechend angepasst werden.
  3. Verbesserung der TextverstĂ€ndlichkeit: Wenn wir komplexe Fachthemen haben, die fĂŒr unsere Zielgruppe leicht verstĂ€ndlich sein sollen, können wir den Text in ChatGPT einfĂŒgen und um eine verstĂ€ndlichere Version bitten, die speziell auf unsere Teilnehmer*innen zugeschnitten ist.
  4. Grammatik- und Rechtschreibkorrekturen: ChatGPT kann auch bei der ÜberprĂŒfung von Grammatik und Rechtschreibung helfen. Wir können den Text einfĂŒgen und ChatGPT bitten, die entsprechenden Korrekturen vorzunehmen, um sicherzustellen, dass unsere Inhalte fehlerfrei sind.

Mit ChatGPT können wir als Fachtrainer*in unsere vielfÀltigen Arbeiten vereinfachen, darunter:

ZusÀtzlich zu diesen Funktionen kann uns ChatGPT als wertvolles Werkzeug dienen, um:

ChatGPT bietet also vielfĂ€ltige Möglichkeiten, um unsere Rolle als Fachtrainer*in in der Industrie effektiv zu unterstĂŒtzen und Inhalte fĂŒr Schulungen und Weiterbildungen zu erstellen.

Übrigens: Diesen Erfolgstipp haben wir mit ChatGPT erarbeitet. FĂŒr weitere Tipps und Infos rund um das Thema ChatGPT stehen unsere Weiterbildungsexperten gerne zur VerfĂŒgung!

PowerPoint fĂŒr Fachtrainer*innen – Unsere 7 Profi-Tipps

Das Erstellen einer guten PowerPoint-PrĂ€sentation fĂŒr Fachtrainings, braucht Zeit. Wer sich mit dem Programm auseinandergesetzt hat und gut auskennt, ist effizienter und kreativer. Nachfolgend unsere 7 Profi-Tipps.

Tipp 1: Das Übernahme-Chaos aufrĂ€umen

Wollen wir das Layout einer fremden PrĂ€sentation anpassen, stoßen wir oft an Grenzen. Formate, Schriften, AbstĂ€nde, kaum etwas passt. Um einen guten Anfang zu finden, sollten wir erst mal „klar Schiff“ machen:

  1. Alle Folien markieren und unter dem Registerpunkt Start -> Folien den Befehl zurĂŒcksetzen wĂ€hlen.

Damit gehören ĂŒberschriebene Textformate oder GrĂ¶ĂŸenĂ€nderungen an den Platzhaltern der Vergangenheit an. Wenn nur die Zeichenformate ĂŒberschrieben wurden, können wir alternativ das TastenkĂŒrzel strg + Leertaste verwenden. Es setzt die Zeichenformatierung auf den Standard der Folien zurĂŒck.

Tipp 2: GrĂ¶ĂŸenanpassungen vermeiden

Das folgende Problem kann von Programm-Einstellungen verursacht werden: Der eingegebene Text passt nicht mehr in den Platzhalter und der Schriftgrad wird kleiner. Dadurch wirkt die PrĂ€sentation nicht mehr harmonisch, zum Beispiel haben Folien-Titel dann verschiedene GrĂ¶ĂŸen. Wir können diese automatische Anpassung verhindern:

  1. Datei -> Optionen -> DokumentenprĂŒfung -> Autokorrektur-Optionen (rechts).
  2. Jetzt holen wir im Dialog Autokorrektur die Registerkarte Auto-Format wÀhrend der Eingabe nach vorne.
  3. Im Bereich unten, wÀhrend der Eingabe, deaktivieren wir die beiden unteren KontrollkÀstchen, zum Anpassen des Textes an die Platzhalter.

Ähnliches können wir auch mit einem Textfeld erleben, welches zu viel Text „schlucken“ muss. Der Text wird dann automatisch in eine kleinere SchriftgrĂ¶ĂŸe gesetzt. So können wir es Ă€ndern:

  1. Mit der rechten Maustaste auf das Textfeld klicken und Form formatieren wÀhlen.
  2. Nun erscheint ein Aufgabenbereich am rechten Rand. Hier wĂ€hlen wir das letzte Symbol GrĂ¶ĂŸe und Eigenschaften.
  3. Dann klicken wir auf Textfeld und entscheiden uns fĂŒr eine andere Option als die voreingestellte: Text bei Überlauf verkleinern.

Tipp 3: Das Übernehmen von Tabellen

In den Tabellentools finden wir weitere Gestaltungsmöglichkeiten fĂŒr FĂŒllungen oder Rahmen. Außerdem finden wir hier Effekte wie AbschrĂ€gungen, Schatten oder Spiegelungen.

In der Gruppe Optionen fĂŒr Tabellenformat können wir beispielsweise festlegen, ob die Tabelle eine hervorgehobene Überschriftenzeile hat oder ob die erste Spalte anders gestaltet wird. Auf dem Register Tabellentools -> Layout steckt ebenso viel Potenzial: Die Zellbegrenzungen und die Form der Textrichtung innerhalb der Zellen, um den Tabellen eine besondere Form zu geben.

Tipp 4: Bildbearbeitung

Wenn uns Bilder zu bunt sind, können wir sie anders fÀrben

  1. Unter dem Register Bildtools -> Anpassen -> Farbe finden wir die Befehle dazu.
  2. Wir können zum Beispiel Graustufe auswĂ€hlen, um aus einem Farbbild ein schwarz-weißes Bild zu machen.
  3. Wenn wir uns fĂŒr die Variante Sepia entscheiden, wirkt unser Bild antik.
  4. Der Befehl weitere Varianten, unten im Dialogfeld, bietet uns noch mehr Farben.

Wir können eine Grafik auch individuell verÀndern:

  1. Das Bild markieren und es in die Zwischenablage kopieren.
  2. Nun eine passende Autoform aufziehen und die Kontur entfernen.
  3. Unter dem Register Zeichentools -> Format -> Formenarten auf den Programmstarter-Pfeil in der unteren rechten Ecke klicken. Rechts am Rand erscheint der Aufgabenbereich Grafik formatieren.
  4. Auf das erste Symbol, den Farbeimer, klicken.
  5. Unter FĂŒllung den Punkt Bild- oder TexturfĂŒllung wĂ€hlen.
  6. Indem wir auf die entsprechende SchaltflĂ€che klicken, können wir das Bild aus der Zwischenablage einfĂŒgen.
  7. Anschließend noch die Transparenz verĂ€ndern, bis das Bild zur Gestaltungsidee passt.

PowerPoint beherrscht nicht nur das Zuschneiden von Bildern, sondern auch das Freistellen des Hauptmotivs von einem Hintergrund. Die Befehle finden wir auf dem Register Bildtools -> GrĂ¶ĂŸe -> Zuschneiden beziehungsweise Anpassen -> Freistellen. PowerPoint merkt sich dabei die Bearbeitungsstellen und kann die Grafik so wieder in den Ursprungszustand versetzen.

Allerdings kostet es Speicherplatz und vergrĂ¶ĂŸert die Datei. Möchten wir diese verkleinern, aktivieren wir, im Abschnitt BildgrĂ¶ĂŸe und -QualitĂ€t, unter Datei -> Optionen -> Erweitert, das KontrollkĂ€stchen Bildbearbeitungsdaten verwerten. Damit wir auf der sicheren Seite sind, sollten wie uns zuvor eine extra Bearbeitungskopie abspeichern.

Tipp 5: Stimmige Farbwelten

Zu viele Farben auf einer Folie wirken unprofessionell. Eine Regel besagt, dass wir nicht mehr als drei Farben verwenden sollten. Schwarz, Grau und Weiß zĂ€hlen dabei ĂŒbrigens nicht mit, es bleibt also viel Gestaltungsfreiraum.

Wenn wir Farben aus dem Folien-Design aufgreifen, wirkt die PrĂ€sentation besonders stimmig. DafĂŒr bietet uns PowerPoint, mit der Pipette, ein eigenes Werkzeug an. Dazu nehmen wir an beliebiger Stelle eine Farbe auf und ĂŒbertragen diese auf andere Elemente wie etwa Rahmen, Schriften oder FĂŒllungen.

Wir haben ein Bild mit einem Rahmen versehen, zum Beispiel ĂŒber die Bildformatvorlagen. Anstatt des dunklen oder weißen Randes soll der Rahmen eine Farbe aus dem Bild erhalten:

  1. Dazu markieren wir das Bild und klicken auf Bildtools -> Format -> Bildformatvorlagen -> Bildrahmen. Unten können wir die Pipette auswÀhlen.
  2. Jetzt können wir mit dem verÀnderten Mauszeiger auf eine farblich passende Stelle im Bild zeigen.
  3. Der Kasten-Anhang an der Pipette verfÀrbt sich und einen Moment spÀter erscheinen Zahlen, die RGB-Farbenwerte.
  4. Per Klick die ausgewĂ€hlte Farbe zuweisen. Auch Farben außerhalb der Folie lassen sich auf diese Weise aufnehmen: Sobald die Pipette erscheint, die linke Maustaste festhalten und die Maus auf die gewĂŒnschte FarbflĂ€che irgendwo auf die gewĂŒnschte Farbe des Bildschirms ziehen.
  5. Die Maustaste loslassen und die Farbe wird zugewiesen.

Dem Befehl Pipette begegnen wir an verschiedenen Stellen, beispielsweise fĂŒr Schriftfarbe, Rahmen, FĂŒllungen, Bilder, Autoformen oder Tabellen.

Tipp 6: Einfaches Anordnen und Platzieren

Neben dem vollautomatischen Ausrichten ĂŒber Bildtools -> Format -> Anordnen und ausrichten gibt es weitere Hilfen. Die intelligenten Ausrichtungslinien sind hilfreich – sie erscheinen, wenn wir eine Grafik verschieben. In Form von gestrichelten Linien tauchen sie auf, sobald Bilder oder Formen zum Beispiel genau auf einer Linie liegen. Falls Ausrichtungslinien nicht erscheinen, können wir die Einstellungen ĂŒberprĂŒfen:

  1. Datei -> Optionen -> Erweitert. Im Abschnitt Ausschneiden -> Kopieren und einfĂŒgen muss das erste KontrollkĂ€stchen aktiviert sein.

Wenn wir gerne mit fixen Linien arbeiten, können wir diese ĂŒber Ansicht -> Anzeigen -> Gitternetzlinien einblenden. Jetzt bildet sich ein Raster auf der Folie, an dem sich ganz einfach Elemente platzieren lassen.

Im KontextmenĂŒ sehen wir den Befehl Raster- und FĂŒhrungslinien wenn wir mit der rechten Maustaste auf eine Folie klicken. Wenn wir auf den Pfeil dahinter zeigen, blenden wir beispielsweise die FĂŒhrungslinien ein. Nun wird eine Art Fadenkreuz auf der Folie sichtbar. Wir können das Fadenkreuz um einige vertikale oder horizontale Linien erweitern und diese mit der Maus an die gewĂŒnschte Stelle ziehen. Alternativ können wir eine FĂŒhrungslinie markieren diese duplizieren, indem wir die STRG-Taste halten und mit der linken Maustaste die Linie an den neuen Ort ziehen. Wir können beliebig viele FĂŒhrungslinien einfĂŒgen.

Möchten wir zwischen zwei Objekten die AbstĂ€nde messen, halten wir die Umschalttaste fest und verschieben die FĂŒhrungslinie zum nĂ€chsten Objekt. Die Zentimeterangaben erscheinen in einem InfokĂ€stchen.

Tipp 7: Verschiedene Formen einfĂŒgen

Auch Autoformen gehören zum Standard-Repertoire von PowerPoint – daraus lassen sich individuelle Formen erzeugen. Die Funktion liegt seit kurzem auf dem Register Bildtools -> Format -> Formen einfĂŒgen -> Formen zusammenfĂŒhren. Sobald mehrere Formen markiert sind, ist sie einsatzbereit. Zum Beispiel lassen sich durch das Vereinigen mehrerer, ĂŒbereinandergelegter Formen wie Rechteck, Trapez und Pfeile Figuren bilden, die anschließend beliebig dupliziert, gefĂ€rbt und skaliert werden können. Subtrahieren, Kombinieren, Einzel- oder Schnittmengenbildung der Formen stehen zur Wahl.

Das Ergebnis hĂ€ngt teils davon ab, welche Form zuerst markiert wurde. Probehalber können wir auf einer Folie einen Kreis und ein Dreieck ĂŒbereinander setzen. HierfĂŒr markieren wir erst den Kreis, dann das Dreieck und wĂ€hlen den Befehl Subtrahieren. Das Ergebnis: ein Kreis, aus dem die Spitze des Dreiecks herausgeschnitten ist. Das Ganze können wir auch andersherum versuchen: Wir erhalten ein Dreieck, das statt der Spitze oben eine Mulde aufweist.

Wir wĂŒnschen viel Spaß beim Ausprobieren!

Weitere Infos und Tipps in unserer Fachtrainer-Ausbildung.

Microlearning Industrie – Wann sind “LernhĂ€ppchen” geeignet?

Mit kleinen „LernhĂ€ppchen“ lassen sich Lernende abholen und motivieren. Das gilt gerade fĂŒr technische Produkt- und Kundentrainings, in der Ă€ußerst komplexe LehrgĂ€nge zur VerfĂŒgung stehen. Dank Microlearning können Lerninhalte in kleine Einheiten erstellt werden, die den Lernenden nicht viel abverlangen, dafĂŒr umso einprĂ€gsamer sind.

Was genau ist Microlearning?

Unter Microlearning verstehen wir die Weitergabe von Informationen, die in kleinen Einheiten erfolgt. Diese sogenannten “Learning Nuggets” können eigenstĂ€ndig oder als ErgĂ€nzung zum PrĂ€senztraining eingesetzt werden. Wenn die Lernhappen modern und anregend gestaltet werden, finden sich motivierte Lernende & Anwendungsfelder. Eine Lerneinheit sollte höchstens drei bis fĂŒnf Minuten dauern und am Ende steht ein klar definiertes Lernziel.

Der Sinn des Microlearning besteht darin, Lernende nach einer erfolgreich absolvierten Lerneinheit zum Denken und Handeln anzuregen sowie sie mit wichtigen Informationen zu versorgen, die spĂ€ter z. B. in einem LIVE Online- oder PrĂ€senztraining vertieft werden können. Zudem eignen sich “Learning Nuggets” ausgezeichnet zur Wiederholung von bereits Gelerntem.

Warum ist Microlearning im Produkttraining so erfolgreich?

Da die Lern-HĂ€ppchen so klein sind, befindet sich das Lernziel stets in greifbarer NĂ€he. Lernende können sich schnell und einfach neue Kenntnisse aneignen. Die Aufmerksamkeitsspanne der Teilnehmenden ist in den letzten Jahrzehnten um ein Vielfaches gesunken, was vor allem auf die Filmindustrie und das Internet zurĂŒckzufĂŒhren ist. Dies sind ideale Voraussetzungen fĂŒr das Lernen in kleinen „HĂ€ppchen“.

Vor allem in der Industrie spielt Microlearning eine wichtige Rolle, da anhand neuer Technologien schneller und prĂ€ziser gearbeitet werden kann als je zuvor. Ein weiterer Grund, warum Microlearning immer wichtiger wird, ist die steigende Zahl der Tablet- und Smartphone Nutzung. Die Informationshappen eignen sich wunderbar fĂŒr mobile EndgerĂ€te und können jederzeit abgerufen werden. Microlearning lĂ€sst sich mit anderen Lernformen kombinieren, um in der Industrie optimale Resultate zu erreichen.

Nachteile des Microlearning

Komplexe Inhalte können mit Microlearning allein nicht bewĂ€ltigt werden. In solchen FĂ€llen kommen entweder Online-Kurse, PrĂ€senzveranstaltungen oder eine Kombination aus beidem – das sogenannte Blended Learning – zum Einsatz. Doch selbst dann, kann diese Lernform zur UnterstĂŒtzung anderer Lernprozesse dienen, z. B. können Inhalte, die in einem Online-Kurs vermittelt werden, mithilfe von Microlearning wiederholt werden, um das Lernresultat zu festigen.

Wie wird Microlearning in der Industrie eingesetzt?

In der Industrie soll aktuelles Fachwissen schnell an Mitarbeitende ĂŒbermittelt werden. Lernende aus dem technischen Kundenservice, haben wenig Zeit, sich mit langen Texten oder komplizierten Lerneinheiten auseinanderzusetzen. Gerade diese Zielgruppe freut sich auf WissenshĂ€ppchen, die eine anschauliche Lösung fĂŒr ein konkretes Problem liefern. Somit ist Microlearning ideal fĂŒr Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden in einem ganz bestimmten Bereich schulen möchten.

In der Fertigungsindustrie z. B. werden immer mehr Aufgaben von KI-Systemen ĂŒbernommen. Diese mĂŒssen programmiert und gesteuert werden, was spezielles Fachwissen voraussetzt. Dieses Wissen lĂ€sst sich ganz einfach durch Microlearning weitergeben, da dieses auf dem bereits existierenden Wissen der Mitarbeitenden aufbaut. Wird Microlearning mit Methoden wie Gamification oder Social Learning verbunden, werden sogleich in mehreren Bereichen Lernziele erreicht. Gamification ist eine Lernform, bei der es um spielerisches Lernen geht. Hier stehen unterhaltsame Quizze im Vordergrund, die das Lernen zu einem spaßigen Zeitvertreib machen. Beim Social Learning liegt der Fokus auf dem Austausch zwischen den Lernenden. FĂŒr gewöhnlich erfolgt das im Rahmen eines Netzwerks, ĂŒber Foren oder Webseminare.

Vorteile des Microlearning

FĂŒr Unternehmen ist Microlearning interessant, da die Lernmethode mit niedrigen Kosten und geringen Aufwand verbunden ist. Mitarbeitende können wĂ€hrend der Arbeitszeit auf Lerneinheiten zurĂŒckgreifen – sei es, um neue Informationen zu verinnerlichen oder bereits gelernte Inhalte aufzufrischen. Lernende lernen in kleinen Schritten und in ihrem eigenen Tempo.

Da die Lerneinheiten fĂŒr mobile EndgerĂ€te konzipiert werden, kommt Microlearning direkt am Arbeitsplatz zum Einsatz. Auch können Lerninhalte schnell aktualisiert und wieder herausgegeben werden. Vor allem in der Industrie sind Lerninhalte einem steten Wandel unterworfen und mĂŒssen deshalb oft angepasst werden. Diese Lernform bietet dafĂŒr eine ausgezeichnete Lösung und sorgt dafĂŒr, dass alle Mitarbeitende schnell ĂŒber wichtige Neuerungen informiert werden.

Die Inhalte lassen sich problemlos in bestehende Learning Management Systems (LMS) einfĂŒgen und nach Bedarf anpassen oder auf den neuesten Wissensstand bringen. Die einzelnen Lerneinheiten schließen mit einem positiven Lernergebnis ab, was wiederum Lernende dazu anregt, sich zusĂ€tzliches Wissen anzueignen und sich in das jeweilige Thema zu vertiefen.

Gerne informieren wir Sie ausfĂŒhrlich ĂŒber einzusetzende Tools und Erstellung in einem persönlichen Info-Call.

Lernbarrieren – wenn nichts mehr geht

Lernen bedeutet Prozess – Prozesse bringen Barrieren bzw. Herausforderungen mit sich.

Um diese Herausforderungen zu ĂŒberwinden ist es wichtig, dass wir sie zuerst als einen Teil des Lernprozesses annehmen. Schaffen wir es, diese Herausforderungen zu meistern entsteht das positive GefĂŒhl des Erfolgs.

Manchmal gibt es jedoch Barrieren, welche so tief in uns verankert sind, dass wir an den Herausforderungen verzweifeln und zu scheitern scheinen. Wenn wir es nicht schaffen diese Strukturen aufzubrechen geraten wir in einen Teufelskreis der Lernbarrieren. Im schlimmsten Fall kann das zu Störungen und Demotivation der ganzen Teilnehmergruppe fĂŒhren. Um nicht in einen sogenannten Teufelskreis abzurutschen, mĂŒssen wir uns den „Teufelskreis der Lernbarrieren“ absolut bewusst machen. Erst wenn wir als Trainer*innen diese Muster verstehen und erkennen, können wir den Teilnehmenden helfen und Ihnen den Weg zu erfolgreichem Lernen weisen.

Schauen wir uns den „Teufelskreis der Lernbarrieren“ einmal genau an:

  1. „Scheitern“: Eine nicht gelungene PrĂ€sentation bei einem Kunden, ein Training mit einem mittelmĂ€ĂŸigen Feedback oder einfach ein nicht bestandener Test – Der Erste Punkt in unserem Teufelskreis ist das GefĂŒhl etwas nicht geschafft, bzw. das Ziel nicht erreicht zu haben. Dieses „Scheitern“ wird dabei sehr subjektiv erlebt. Wir haben dabei individuell den Eindruck, dass wir versagt haben. „Ich bin gescheitert!“ – und der Teufelskreis beginnt.
  2. Verletzung: Auf unser selbsterlebtes „Scheitern“ folgt eine sehr unangenehme Emotion – eine Form der Verletzung. Wir fĂŒhlen uns unsicher und beginnen an unseren eigenen FĂ€higkeiten zu zweifeln. Gleichzeitig springt unser Hypothalamus an und unser Instinkt will uns vor diesen Verletzungen schĂŒtzen.
  3. Angst: So funktioniert das menschliche Gehirn eben. Wir machen eine schlechte Erfahrung, erleben eine Art „Verletzung“ und unser Unterbewusstsein speichert diese Emotion sofort ab – wir entwickeln eine Angst vor einem wiederholten „Scheitern“. In vielen Situation ist dieses Verhalten Ă€ußerst hilfreich, wie zum Beispiel das Anfassen einer unter Strom stehenden Litze. Im beruflichen Kontext ist dieses instinktive Verhalten aber hinderlich.
  4. Mangelndes Selbstbewusstsein: Wenn wir also unser Vertrauen in unsere eigenen Kompetenzen verlieren, sinkt unser SelbstwertgefĂŒhl. Das wiederum beeintrĂ€chtigt uns in vielerlei Hinsicht und aus Motivation wird Demotivation.
  5. Schonhaltung: FĂŒhlen wir uns in unserem SelbstwertgefĂŒhl angegriffen, möchten wir uns einfach zurĂŒckziehen. Daher ist der nĂ€chste Punkt in unserem Lern-Teufelskreis oftmals die Schonhaltung. Um unsere Persönlichkeit davon abzugrenzen, rechtfertigen wir dieses Verhalten gerne mit Aussagen wie: „Ich habe andere FĂ€higkeiten – soll diese Aufgabe doch ein anderer erledigen.“ oder „Das brauche ich sowieso nicht.“ Damit geben wir die Verantwortung von uns ab.
  6. Verweigerung: Wenn wir dieses Muster nicht erkennen und aufbrechen, laufen wir Gefahr, ein permanentes Vermeidungsverhalten zu entwickeln. Wir umgehen Situationen unseres Mangels bewusst und setzen uns nicht damit auseinander. Was hier passiert hat eine große negative Auswirkung auf unsere Arbeit und unser Arbeitsklima, denn jetzt werden GefĂŒhle zu Verweigerungen. Hatten wir beispielsweise im Teammeeting eine besonders schlechte Erfahrung, legen wir uns „wichtige“ Kundentelefonate oder sonstige „wichtige“ Arbeiten in den Zeitraum der zukĂŒnftigen Meetings.
  7. Defizite: Aus psychologischer Sicht sind wir Menschen so gestrickt, dass wir unsere Defizite verbergen und diese dadurch vermeiden wollen. Hier entsteht das eigentliche Problem: Durch die eigene EnttĂ€uschung und die darauffolgende Verweigerung entstehen große Schwachstellen. Aus diesem Grund wehren sich beispielsweise einige Menschen gegen alles, was mit Zahlen zu tun hat. Einige Menschen haben schon in ihrer frĂŒhen Kindheit schlechte Erfahrungen mit Zahlen gemacht (zum Beispiel schlechte Noten im Unterrichtsfach Mathematik). Das SelbstwertgefĂŒhl in diesem Bereich ist fĂŒr viele besonders niedrig und deshalb lehnen sie das Thema gĂ€nzlich ab. In der Praxis passiert es dann, dass diese Menschen wichtige FĂ€higkeiten nicht erwerben oder alles, was Zahlen im Beruf betrifft ablehnen.

Und was jetzt?

Da diese Lernbarriere angeboren ist, können wir den Lernenden aus diesem Teufelskreis heraushelfen. Wichtig dabei ist, dass wir diese Barrieren nicht als „Faul“ oder „LernunfĂ€hig“ abstempeln, denn es handelt sich hier um Verunsicherung und schlichtweg „schlechte Erfahrungen“.

Was können wir als Trainer*innen machen, um Lernenden zu helfen, die in einem solchen Teufelskreis festsitzen? Was wir zuerst brauchen, sind kleine Erfolge und positive Erfahrungen. Nur damit können wir langsam unsere Wahrnehmung Àndern und das Selbstbewusstsein wieder aufbauen.

Die drei wichtigsten Strategien fĂŒr den Umgang mit Lernenden, die sich in einem Teufelskreis von Lernbarrieren befinden:

  1. Lernprozesse bewusst machen: Diese Prozesse laufen fĂŒr die Betroffenen so unbewusst ab, dass ihnen ihr Vermeidungsverhalten gar nicht bewusst ist. Hier kann es helfen, mit den betroffenen Lernenden ĂŒber den Teufelskreis, im Rahmen der Veranstaltung, zu sprechen. Oftmals wissen sie gar nicht, wie sie ĂŒberhaupt in den Teufelskreis gelangt sind. Erst wenn wir es schaffen den Lernenden den Prozess bewusst zu machen, können sie neue Strukturen zulassen.
  2. Eine offene Fehlerkultur: FĂŒr eine Gruppe mit vielen gefestigten Lernbarrieren ist es wichtig, dass die Fehlerkultur besonders tolerant ist. Wir mĂŒssen es schaffen, von Anfang an das GefĂŒhl von VerstĂ€ndnis und Vertrauen zu vermitteln. Das erreichen wir, indem wir den Lernenden vermitteln, dass Fehler erlaubt und durchaus erwĂŒnscht sind – denn diese gehören eben zum normalen Lernprozess dazu. „Aus Fehlern lernt man.“ IndividualitĂ€t sollte zugelassen und gefördert werden. Jeder Mensch hat seine eigene Herangehensweise. Solange das Ergebnis stimmt, sollten wir der individuellen KreativitĂ€t der Lernenden freien Lauf lassen. Die Lernenden können somit ihren Impulsen folgen und ihre eigenen StĂ€rken kennenlernen. Ebenso ist es ist wichtig, besonders viel Wert auf wertschĂ€tzendes Feedback zu legen – nicht nur von uns als Trainer sondern auch in der Gruppe untereinander. Eine wertschĂ€tzende und entspannte Gruppendynamik trĂ€gt sehr viel zur Lernförderung bei.
  3. Kleine und große Lernerfolge schaffen: Erleben wir Erfolge, steigert das unser zuvor angegriffene SelbstwertgefĂŒhl. Deshalb sollten wir fĂŒr unsere Teilnehmenden Aufgaben und Konzepte finden, in denen viel Raum fĂŒr regelmĂ€ĂŸige Lernerfolge geboten wird. Einzelne Einheiten sollten nicht zu lange sein und der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben sollte langsam, aber stetig gesteigert werden. Auch didaktische Methoden wie „Microlearning“ können fĂŒr viele Lernerfolge sorgen. Je deutlicher die einzelnen Inhalte aufgeschlĂŒsselt werden, desto verstĂ€ndlicher werden sie. Durch solche kleinen, positiven Erfahrungen lernen die Lernenden, dass das ursprĂŒnglich gemiedene Thema doch nicht so bedrohlich ist. Das Selbstbewusstsein wird durch die neu erworbene Kompetenz wieder gestĂ€rkt und unser Gehirn verknĂŒpft die Aufgabe mit Erfolg.

Vertiefende Tipps und weiterfĂŒhrende Inhalte zum Thema erhalten Sie in unsere zertifizierten Ausbildung zum Technical-Trainer*in

KonfliktgesprÀche

Wer kennt es nicht – ein*e Kollege*in hat zum wiederholten Mal vergessen Ihnen eine wichtige Arbeitsinformation zukommen zu lassen, die FĂŒhrungskraft schafft es im Team Meeting einfach nicht sachlich zu bleiben oder Ihr*e Partner*in hat sich mal wieder im Tonfall vergriffen. Ob im privaten oder beruflichen Bereich, KonfliktgesprĂ€che sind fĂŒr viele eine echte Herausforderung. Dabei ist es extrem relevant, dass wir uns mit den Störfaktoren in unseren Beziehungen konstruktiv auseinandersetzen. 

Um KonfliktgesprÀche erfolgreich zu meistern ist es wichtig, dass wir uns darauf vorbereiten und einer Systematik folgen:

In einem KonfliktgesprĂ€ch begegnen uns vier Phasen. Die Inhalte der einzelnen Phasen haben wir hier fĂŒr Sie zusammengefasst: 

Phase 1 – Die GesprĂ€chseröffnung und Konfliktbenennung 

Wichtig ist ein positiver GesprĂ€chsbeginn: z. B. „Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben. Ich bin froh, dass wir durch dieses GesprĂ€ch die Chance bekommen eine Lösung fĂŒr 
 zu finden.“
Zielsetzung des GesprĂ€chs: z. B. „Ich wĂŒnsche mir von diesem GesprĂ€ch
“ oder „Ich möchte gern mit Ihnen besprechen, wie wir in Zukunft unsere Zusammenarbeit verbessern können.“ 

Phase 2 – Die Problemanalyse 

An dieser Stelle kommt die Aufforderung, dass der*die GesprĂ€chspartner*in den Konflikt aus seiner*ihrer Sicht beschreiben soll: Schilderung der eigenen Wahrnehmung und GefĂŒhle, BefĂŒrchtungen und Ă„ngste, WĂŒnsche und eigene Vorstellung zur Zielsetzung.  Zudem ist diese Phase eine gute Gelegenheit die Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede in den Positionen herauszuarbeiten. 

Tipp: Hören Sie Ihrem*Ihrer GesprĂ€chspartner*in aktiv zu! Unterbrechen Sie nicht und lassen Sie nicht zu, unterbrochen zu werden. 

Phase 3 – Die Lösungssuche 

Hier werden einzelne Lösungsideen von beiden Seiten gesammelt. Erfragen können Sie die Anregungen Ihres GesprĂ€chspartners zum Beispiel mit â€žWie können wir vorgehen, damit
“, „Ich hĂ€tte folgende Lösungsidee
was halten Sie davon?“ „Was können wir machen, wenn Sie der Meinung sind, dass 
 und ich der Meinung bin, dass
?“  

Tipp: Es kann helfen Lösungen, in Form eines Brainstormings, auf einem Flipchart festzuhalten. Sollten gewisse Lösungsideen fĂŒr keinen der GesprĂ€chspartner*innen in Frage kommen, streichen Sie diese einfach durch. Auf jeden Fall sollten sich beide GesprĂ€chspartner*innen eigene Notizen machen. 

Phase 4 – Vereinbarungen finden und treffen 

Wichtig fĂŒr ein erfolgreiches KonfliktgesprĂ€ch ist es Lösungen zu finden und konkrete Vereinbarungen zu treffen. Dabei sollten Sie die EinwĂ€nde gegen die vorgeschlagenen Lösungen genau prĂŒfen. Was hindert Sie aktuell noch daran? Wie können Sie die Lösung optimal in die Praxis umsetzen? Welche Schritte sind dafĂŒr notwendig? 

Kommt man zu keiner Einigung, mit der beide Seiten einverstanden sind kann es helfen dem GesprĂ€ch eine Pause zu geben und es zu einem spĂ€teren Zeitpunkt fortzufĂŒhren. So haben beide Parteien Zeit, die eigenen Gedanken und Emotionen zu sammeln und ĂŒber weitere Lösungsideen nachzudenken. Haben Sie eine Lösung gefunden ist es wichtig diese zu konkretisieren und sie schriftlich festzuhalten.  

Tipp: Haben Sie das GefĂŒhl, dass Ihr GegenĂŒber nicht mehr zuhört oder sie sich thematisch “im Kreis drehen” sprechen Sie es offen an! Sagen Sie zum Beispiel: “Ich habe das GefĂŒhl wir reden gerade nicht mehr ĂŒber das eigentliche Problem, empfinden Sie das genauso?” oder “Ich merke, wir schweifen ab, kommen wir zurĂŒck zum Kernpunkt dieses Konflikts.” 

7 Erfolgstipps zur Vorbereitung auf ein KonfliktgesprĂ€ch 

  1. Analysieren Sie die Konfliktursachen und benennen Sie den Konflikt: Wie Ă€ußert sich der Konflikt?  Welche Emotionen erleben Sie dabei?  Welche Personen sind an dem Konflikt beteiligt?  Reflektieren Sie ĂŒber das Konfliktverhalten der beteiligten Personen. 
  2. Legen Sie einen zeitnahen Termin fĂŒr die DurchfĂŒhrung des GesprĂ€chs fest: Lassen Sie nicht zu viel Zeit zwischen des „negativen“ Vorfalls und des GesprĂ€chs vergehen. Je weniger Zeit Sie verstreichen lassen, desto stĂ€rker ist die Wirkung Ihrer Kritik 
  3. Teilen Sie Ihrem*Ihrer GesprĂ€chspartner*in im Vorfeld den Grund fĂŒr das KonfliktgesprĂ€ch mit: Es ist nie schön, von einem KonfliktgesprĂ€ch ĂŒberrascht zu werden. Sprechen Sie den Grund fĂŒr das GesprĂ€ch offen an – somit hat auch Ihr*Ihre GesprĂ€chspartner*in die Möglichkeit, sich auf das GesprĂ€ch vorzubereiten. Der Vorteil daran ist, dass Sie Eskalationen und Blockaden wĂ€hrend des GesprĂ€chs minimieren können. 
  4. Planen Sie genĂŒgend Zeit fĂŒr das KonfliktgesprĂ€ch ein: Nehmen Sie Sich die Zeit, um sich kurz vor dem KonfliktgesprĂ€ch nochmal zu sammeln und die passenden Worte fĂŒr den Einstieg finden. Vermeiden Sie eng gesetzte Termine im Anschluss. Zeit fĂŒr eine vollstĂ€ndige Konfliktbearbeitung ist niemals “verlorene Zeit”. Haben Sie einen Konflikt erfolgreich gelöst profitieren Sie im Anschluss an der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen den zuvor konfliktbelasteten Parteien. 
  5. WĂ€hlen Sie einen geeigneten Raum fĂŒr das KonfliktgesprĂ€ch: Der Raum sollte ruhig und ungestört sein. Schaffen Sie eine angenehme AtmosphĂ€re und nutzen Sie wenn möglich einen neutralen Boden. 
  6. Definieren Sie Ihren persönlichen Toleranzspielraum: Es ist wichtig, sein GesprĂ€chsziel festzulegen. Ebenso wichtig ist es, dass Sie Sich ĂŒber Ihr Optimal- und Minimalziel Gedanken machen. Ein KonfliktgesprĂ€ch, indem sich beide Parteien einigen sollen, ist mit einer Verhandlung vergleichbar. 
  7. Schreiben Sie sich Ihre GesprĂ€chsstrategie auf: Notieren Sie sich bereits im Vorfeld, welche Punkte Sie auf jeden Fall ansprechen wollen. 

Quelle: ma-t.de

Diversity Management in Unternehmen einfĂŒhren

Der SchlĂŒssel zum Erfolg liegt in der Vielfalt. Eine zunehmend vernetzte Welt lĂ€sst uns zusammenrĂŒcken.

Zwar unterscheiden wir uns nach Herkunft und Kultur, nach Alter, Geschlecht und geschlechtlicher IdentitĂ€t, Sexueller Orientierung und IdentitĂ€t, nach Glaubensrichtungen und Weltanschauungen sowie nach unseren physischen und psychischen FĂ€higkeiten. Doch so unterschiedlich wir sind, so groß sind auch die Gemeinsamkeiten.

Wo sich Unterschiede unter einem gemeinsamen Ziel verbinden, entsteht Vielfalt. Und aus dieser ergeben sich gesellschaftliche wie auch wirtschaftliche Chancen und Herausforderungen.

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends verĂ€ndern unsere Arbeitswelt. Demografische Entwicklung, Globalisierung, Wertewandel, sinkende ErwerbstĂ€tigenzahlen, ein wachsender Anteil erwerbstĂ€tiger Frauen, mehr Menschen mit Migrationshintergrund – das sind die Bedingungen, unter denen sich Unternehmen und Institutionen heute agieren. Ihr Erfolg hĂ€ngt davon ab, wie sie sich in globalisierten Wirtschaftsströmen und im Wettbewerb um qualifiziertes Personal behaupten können. Diversity Management hilft, auf diese Trends zu reagieren. Mehr noch: Es zeigt Wege auf, sie zu nutzen.

Indem Diversity Management (Welt-)Offenheit und die WertschĂ€tzung von vielfĂ€ltigen BeschĂ€ftigten fördert, unterstĂŒtzt es Organisationen, sich FachkrĂ€ften und Talenten als attraktiver Arbeitgeberin zu prĂ€sentieren. Diversity Management wirkt auch nach innen: Es erhöht die Zufriedenheit, die LoyalitĂ€t und so schließlich auch die LeistungsfĂ€higkeit von FĂŒhrungskrĂ€ften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die folgenden Punkte zeigen, mit welchen Strategien mittelstĂ€ndische und große Unternehmen, ihren wirtschaftlichen Erfolg durch personelle und kulturelle Vielfalt steigern können.

Diversity Management greift vielfĂ€ltige Themen auf und setzt an vielen unterschiedlichen Punkten an. Seine EinfĂŒhrung und Umsetzung folgen einem klaren Plan mit ĂŒbergeordneten Leitfragen:

  1. Der Nutzen: Wie und wo kann Diversity Management beispielsweise im Hinblick auf Kundschaft und Klientel, zuliefernden Unternehmen oder GeschÀftspartnerschaften hilfreich sein?
  2. Die Ausgangssituation: Wie sind die Belegschaft, die Kundschaft und die zuliefernden Unternehmen zusammengesetzt? Welche Diversity-Maßnahmen sind bereits vorhanden, ohne dass die Organisationen sich dessen bewusst ist?
  3. Die Planung: Wie lĂ€sst sich Diversity in der Organisation einfĂŒhren oder stĂ€rken? Zu benennen sind etwa die Umsetzungsdauer, OpportunitĂ€ts- und Umsetzungskosten sowie die Wirkung und Risiken.
  4. Die Umsetzung: Welche Stationen fĂŒhren zum Ziel? In welcher Zeit sollen konkrete Maßnahmen umgesetzt worden sein? Wir werden sie im Unternehmen kommuniziert?
  5. Der Erfolg: Welche Wirkung haben die Maßnahmen gebracht? Wie lassen sie sich jeweils optimieren, einstellen oder auf andere Bereiche ausweiten?

Diversity Management hilft nicht nur bei der Anpassung an gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends. Durch die BerĂŒcksichtigung vielfĂ€ltiger Perspektiven schafft Diversity Management eine wichtige Voraussetzung: Es vermittelt die Kompetenz, in vielfĂ€ltigen Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Talenten erfolgreich zusammenzuarbeiten. So erzielt erfolgreiches Diversity Management nachweislich bessere Ergebnisse in der Problemlösung, Forschung und Entwicklung.

Wenn sich Organisationen entscheiden, Vielfalt umfassend zu stĂ€rken und zu pflegen, benötigen sie eine Grundlage, auf der ihr Diversity Management aufbauen kann. Ein vierstufiges Modell hilft, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Menschen einer Organisation zu erfassen. Mit ihm lassen sich unterschiedliche Faktoren – sprich: Dimensionen – greifbar machen.

Quelle: charta-der-vielfalt.de

Wie erstelle ich ein professionelles Anleitungsvideo?

Anleitungsvideos, sogenannte Tutorials, sind mittlerweile ĂŒberall online und fĂŒr wirklich jede Art von TĂ€tigkeit und Lernziel zu finden. Auch fĂŒr betriebliche Schulungen und Trainer bieten solche Anleitungen im Videoformat viele praktische und nĂŒtzliche Vorteile.

Nachfolgend erhÀltst du von uns essentielle Tipps, die dein Video-Tutorial und dessen Lehrinhalte unvergesslich machen.

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Mehr Informationen

1. Gib einfache Anweisungen

Halte die Anweisungen möglichst simpel – so bleiben sie besser im GedĂ€chtnis.

2. Halte dich kurz

Weniger ist mehr! Nenne im Video nur die essentiellsten Punkte fĂŒr deine ErklĂ€rung/Anleitung.

3. Nutze Medien

FĂŒge Fotos und Videos hinzu, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers bestmöglich zu gewinnen.

4. Visualisiere deine Inhalte

Veranschauliche möglichst viele Inhalte z.B. in Form von Grafiken, Diagrammen, Skizzen, etc.

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