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Microlearning Industrie – Wann sind “Lernhäppchen” geeignet?

Mit kleinen „Lernhäppchen“ lassen sich Lernende abholen und motivieren. Das gilt gerade für technische Produkt- und Kundentrainings, in der äußerst komplexe Lehrgänge zur Verfügung stehen. Dank Microlearning können Lerninhalte in kleine Einheiten erstellt werden, die den Lernenden nicht viel abverlangen, dafür umso einprägsamer sind.

Was genau ist Microlearning?

Unter Microlearning verstehen wir die Weitergabe von Informationen, die in kleinen Einheiten erfolgt. Diese sogenannten “Learning Nuggets” können eigenständig oder als Ergänzung zum Präsenztraining eingesetzt werden. Wenn die Lernhappen modern und anregend gestaltet werden, finden sich motivierte Lernende & Anwendungsfelder. Eine Lerneinheit sollte höchstens drei bis fünf Minuten dauern und am Ende steht ein klar definiertes Lernziel.

Der Sinn des Microlearning besteht darin, Lernende nach einer erfolgreich absolvierten Lerneinheit zum Denken und Handeln anzuregen sowie sie mit wichtigen Informationen zu versorgen, die später z. B. in einem LIVE Online- oder Präsenztraining vertieft werden können. Zudem eignen sich “Learning Nuggets” ausgezeichnet zur Wiederholung von bereits Gelerntem.

Warum ist Microlearning im Produkttraining so erfolgreich?

Da die Lern-Häppchen so klein sind, befindet sich das Lernziel stets in greifbarer Nähe. Lernende können sich schnell und einfach neue Kenntnisse aneignen. Die Aufmerksamkeitsspanne der Teilnehmenden ist in den letzten Jahrzehnten um ein Vielfaches gesunken, was vor allem auf die Filmindustrie und das Internet zurückzuführen ist. Dies sind ideale Voraussetzungen für das Lernen in kleinen „Häppchen“.

Vor allem in der Industrie spielt Microlearning eine wichtige Rolle, da anhand neuer Technologien schneller und präziser gearbeitet werden kann als je zuvor. Ein weiterer Grund, warum Microlearning immer wichtiger wird, ist die steigende Zahl der Tablet- und Smartphone Nutzung. Die Informationshappen eignen sich wunderbar für mobile Endgeräte und können jederzeit abgerufen werden. Microlearning lässt sich mit anderen Lernformen kombinieren, um in der Industrie optimale Resultate zu erreichen.

Nachteile des Microlearning

Komplexe Inhalte können mit Microlearning allein nicht bewältigt werden. In solchen Fällen kommen entweder Online-Kurse, Präsenzveranstaltungen oder eine Kombination aus beidem – das sogenannte Blended Learning – zum Einsatz. Doch selbst dann, kann diese Lernform zur Unterstützung anderer Lernprozesse dienen, z. B. können Inhalte, die in einem Online-Kurs vermittelt werden, mithilfe von Microlearning wiederholt werden, um das Lernresultat zu festigen.

Wie wird Microlearning in der Industrie eingesetzt?

In der Industrie soll aktuelles Fachwissen schnell an Mitarbeitende übermittelt werden. Lernende aus dem technischen Kundenservice, haben wenig Zeit, sich mit langen Texten oder komplizierten Lerneinheiten auseinanderzusetzen. Gerade diese Zielgruppe freut sich auf Wissenshäppchen, die eine anschauliche Lösung für ein konkretes Problem liefern. Somit ist Microlearning ideal für Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden in einem ganz bestimmten Bereich schulen möchten.

In der Fertigungsindustrie z. B. werden immer mehr Aufgaben von KI-Systemen übernommen. Diese müssen programmiert und gesteuert werden, was spezielles Fachwissen voraussetzt. Dieses Wissen lässt sich ganz einfach durch Microlearning weitergeben, da dieses auf dem bereits existierenden Wissen der Mitarbeitenden aufbaut. Wird Microlearning mit Methoden wie Gamification oder Social Learning verbunden, werden sogleich in mehreren Bereichen Lernziele erreicht. Gamification ist eine Lernform, bei der es um spielerisches Lernen geht. Hier stehen unterhaltsame Quizze im Vordergrund, die das Lernen zu einem spaßigen Zeitvertreib machen. Beim Social Learning liegt der Fokus auf dem Austausch zwischen den Lernenden. Für gewöhnlich erfolgt das im Rahmen eines Netzwerks, über Foren oder Webseminare.

Vorteile des Microlearning

Für Unternehmen ist Microlearning interessant, da die Lernmethode mit niedrigen Kosten und geringen Aufwand verbunden ist. Mitarbeitende können während der Arbeitszeit auf Lerneinheiten zurückgreifen – sei es, um neue Informationen zu verinnerlichen oder bereits gelernte Inhalte aufzufrischen. Lernende lernen in kleinen Schritten und in ihrem eigenen Tempo.

Da die Lerneinheiten für mobile Endgeräte konzipiert werden, kommt Microlearning direkt am Arbeitsplatz zum Einsatz. Auch können Lerninhalte schnell aktualisiert und wieder herausgegeben werden. Vor allem in der Industrie sind Lerninhalte einem steten Wandel unterworfen und müssen deshalb oft angepasst werden. Diese Lernform bietet dafür eine ausgezeichnete Lösung und sorgt dafür, dass alle Mitarbeitende schnell über wichtige Neuerungen informiert werden.

Die Inhalte lassen sich problemlos in bestehende Learning Management Systems (LMS) einfügen und nach Bedarf anpassen oder auf den neuesten Wissensstand bringen. Die einzelnen Lerneinheiten schließen mit einem positiven Lernergebnis ab, was wiederum Lernende dazu anregt, sich zusätzliches Wissen anzueignen und sich in das jeweilige Thema zu vertiefen.

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